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Maiti Nepal - ChildSponsoring
 

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maiti
nun, wie kam ich auf maiti nepal???

es war eher ein zufall... eines tages hab ich wohl im internet infos zu nepal gesucht... das war so die zeit kurz vor meiner cho oyu expedition im april 2004. - ich las zufällig einen kurzen artikel über die entstehung des projekts ... und hatte sogleich feuer gefangen... leider kam ich vor der reise nach nepal nicht mehr dazu, weitere recherchen im internet zu unternehmen... aber ich hatte die idee, mir das haus in kathmandu vor ort anschauen zu wollen, um mich von der seriosität des projekts zu überzeugen...

zunächst war der grundgedanke - vorausgesetzt, es handelte sich um eine seriöse organisation - das geld, was ich ab und zu schon mal spende, dorthin zu geben... solche anlässe, etwas zu spenden sind für mich z. b. die expeditionen... wenn ich gesund wieder zurück kehre... aber es gibt auch andere anlässe, wie z. b., wenn ich ein versprechen, was ich gegeben habe nicht einhalten kann... mit versprechen nehm ichs sehr genau... ich mag es nicht, wenn jemand etwas verpricht und dann nicht einhält (keiner wird gezwungen, etwas zu versprechen) ... aber es kann gründe geben, dass man versprechen - z. b. aufgrund höherer gewalt - nicht halten kann - und wenn man sein bestes getan hat, dann ist das okay...und in einem solchen fall würde ich dann ersatzweise etwas anderes tun...und das könnte dann eine spende sein... einen solchen fall eines nicht erfüllten versprechens gab es z. b. auf der mustagh ata expedition. wens intereressiert, kann das unter
expedition zum mustagh ata nachlesen. es folgte zunächst die umwandlung des versprechens in eine spende und dann in ein buchsponsoring... und daraus ergab sich dann meine freundschaft mit kamille ...

nun, aber wie ging es mit Maiti weiter??? - in kathmandu angekommen war natürlich vor der expedition an einen maiti besuch nicht zu denken... und als wir dann im ABC unterhalb des cho oyu waren, überlegte ich, wie ich es in der knappen verbleibenden zeit am ende der expedition schaffen könnte, Maiti zu besuchen, zumal ich ja nicht mal den hauch einer ahnung hatte, wo das haus liegen sollte... und leute, mit denen ich darüber sprach, kannten das haus nicht. - aber dann eines abends ... wir sassen im ABC zusammen, weil uns das wetter zur pause zwang, kam ich auf die idee, pasang unseren sirdar, nach Maiti zu fragen... und er kannte das projekt und auch das haus. - und am ende unseres gesprächs sagte er mir zu, mich am ende der expedition zum MaitiHaus führen zu wollen. - das ganze gab mir einen derartigen höhenflug und ich schöpfte soviel kraft daraus, dass ich schon von daher denke, dass es einfach ein projekt ist, das zu mir passt, zumal mir der kampf gegen den missbrauch von frauen und kindern sehr am herzen liegt, nachdem ich erfahren habe, wie schlimm die folgen für die opfer ein leben lang sind... und was gibt es also besseres als zu helfen...etwas zu TUN. der dalai lama sagt so passend dazu::: messet euer handeln daran,was ihr damit erreicht. - helfen also - und dazu dann noch in einem land wie nepal, das zu den ärmsten ländern der welt gehört. - nach der expedition gelang es mir dann tatsächlich das haus von Maiti zu besuchen. - es war zwar nicht so einfach, wie geplant, da es zunächst einen dreitägigen streik in kathmandu gab, und man in der stadt tunlichst nirgendwohin gehen sollte, da es krawalle und auch gewaltaktionen gab...und am letzten tag, dem tag unseres abflugs, war dann alles zeitlich doch etwas eng...hinzu kam, dass ich zwischenzeitlich krank geworden war, und mich ziemlich miserabel fühlte. - ich kam auch nicht mit pasang hin, sondern hatte eine motorradfahrt mit lagpa, einem unserer ClimbingSherpas, vereinbart... aber auch das klappte nicht... hingekommen bin ich letzlich mit unserem koch, den ich bei der agentur traf... und zurück kam ich dann mit lagpa - und so doch noch in den genuss einer motorradfahrt durch kathmandu...

ich kam leider nicht in das eigentlich Maiti-Haus hinein - es war personalseitig an diesem tag nur notbesetzt, weil wohl feiertag war... aber ich hatte gelegenheit, mit dem manager des hauses zu sprechen und konnte zumindest einmal in den von aussen nicht einsehbaren innenhof eintreten und mich umschauen ... wir unterhielten uns und für mich stand fest::: ich werde mich zukünftig für maiti engagieren...
 Bishnu Art
was ist Maiti Nepal???

"Maiti" ist nepali und bedeutet::: "Haus der Mutter"


maiti nepal kämpft gegen menschenhandel, verschleppung und den sexuellen missbrauch von kindern in nepal... betroffen sind jährlich 10 - 15.000 kinder, überwiegend mädchen - und insgesamt sind bereits millionen von kindern dem verbrechen zum opfer gefallen. täter sind menschenhändler, die die kinder  verschleppen und zumeist nach indien in dortige bordelle verkaufen, wo sie zur prostitution gezwungen werden. - in einem armen land wie nepal ist der menschenhandel zu einem lukrativen geschäft geworden... umgerechnet bis zu ca. 1.300 bekommt ein menschenhändler für ein nepalesisches mädchen...das durchschnittsalter der mädchen liegt zwischen 12 und 16 jahren... das jüngste von maiti gerettete mädchen war 7 jahre alt. - die zwangsprostitution geht einher mit anwendung von gewalt, folter und einsatz von drogen, mit denen die mädchen gefügig gemacht werden...ca. 80% der opfer sind HIV infiziert, weil keinerlei schutzmassnahmen beachtet werden...

Maiti wurde 1993 von Anuradha Koirala gegründet und hilft kindern und jungen frauen, die sonst niemanden mehr haben...also obdachlosen kindern, waisenkindern, vergewaltigten kindern und jungen frauen...sowie opfern von missbrauch und gewalt...aber maiti bekämpft nicht nur die folgen, sondern auch die ursachen durch gezielte präventivprogramme... so gibt es informationszentren, die über die falschen versprechungen der menschenhändler aufklären... aufklärungskampagnen über das organisierte verbrechen... und an den landesgrenzen zu indien gibt es stationen, in denen rückkehrende kinder aus indiens bordellen aufgefangen und betreut werden... ebenso potentielle opfer aufgespürt und vor dem drohenden unheil bewahrt werden...

wenn solche kinder und junge frauen nach nepal zurückkehren...dann kann man sich leicht ausrechnen, welche chancen sie haben, wenn sie dort niemanden haben, der ihnen hilft... sie haben keine familie, keine arbeit...können oft nicht lesen und schreiben ...und sind somit ein leichtes opfer für erneute verbrechen... und diesen mädchen und jungen frauen hilft maiti... sie bekommen bei maiti ein neues zuhause, betreuung und menschliche wärme, eine schulische ausbildung und somit die chance, eines tages ein selbstständiges leben jemseits der kriminalität führen zu können...

...und die hölle ihrer kindheit hinter sich zu lassen...

wie finanziert sich Maiti???

Maiti finanziert sich aus spendengeldern von verschiedenen organisationen und privatpersonen... wenn man bedenkt, dass die lebenshaltungskosten in einem land wie nepal weit unter denen eines hochlohnlandes wie deutschland liegen, kann man nur unterstreichen, dass j e d e r euro hilft... es gibt die möglichkeiten, einzelspenden zu machen, aber über maiti selbst auch KinderPatenschaften zu übernehmen...

Bishnu zu Weihnachten 2006
KinderPatenschaften
- dabei gibt es zwei arten von patenschaften::: eine einfache patenschaft und eine umfassende patenschaft. beide arten von patenschaften umfassen:

- monatliche schulgebühren -
- jährliche schulgebühren -
- schulbücher und andere materialien -
- schuluniform -

darüberhinaus schliesst die umfassende patenschaft folgendes ein:::
 - essen -
- kleidung -
- übernachtung -
- medizinische versorgung -

eine einfach patenschaft kostet derzeit (2006) 300 USdollar. eine umfassende patenschaft 750 USdollar im jahr. - weitere informationen findet man im internet auf der homepagge von maiti nepal, die man sehr leicht findet, wenn man z. b. bei google die stichwörter "maiti nepal" eingibt...

abschliessend noch eine bemerkung zu häufig genannten argumenten, weshalb menschen glauben, nicht helfen zu können:::

"ich habe selbst zuwenig geld"

"meine hilfe wäre nur ein tropfen auf den heissen stein und bewirkt sowieso nichts"

dazu möchte ich sagen::: wer einmal in ländern der dritten welt unterwegs war, macht die erfahrung, dass es neben unserer deutschen ...europäischen... realität noch andere realitäten gibt... das betrifft nicht nur den gewaltigen unterschied hinsichtlich der armut, sondern auch hinsichtlich der kultur... in einem land wie china wo schrift und sprache völlig anders sind als bei uns... und bei weitem nicht jeder englisch spricht (falls man es denn selbst überhaupt beherrscht) , kommt man mit all seinem erlernten nicht weit... 

und wenn man die armut in ländern der dritten welt gesehen hat, dann kann man nur sagen, dass es verglichen damit bei uns keine wirkliche armut gibt. - in nepal gibt es keine soziale absicherung - keine krankenversicherung oder arbeitslosenversicherung...keine rentenversicherung. - und wenn jemand z. b. einen arbeitsunfall hat, so wie singi zuletzt auf unserer Pumori expedition, dann gibt es dort keine versicherungen, die so etwas auffangen...keine lohnfortzahlung im krankheitsfall... und wenn jemand ein krüppel ist, dann setzt er sich auf die strasse und bettelt... sogesehen ist es schon sehr beschämend, wenn in deutschland hausbesitzer, die vielleicht aufgrund der grossen belastungen, die sie sich aufhalsen, nur noch grad soviel bargeld zur verfügung haben, dass sie lebensmitel davonkaufen können, davon sprechen, dass sie "kein geld" hätten. - ich empfehle diesen menschen::: fahr nach nepal und sag das einem dortigen wirklich armen menschen ins gesicht - oder einem krüppel, der ohne beine vor dir im staub herumrutscht und dich anbettelt...

Bishnu zu Weihnachten 2006

Am 06. März...

 wurde mir mein Patenkind vorgestellt... sie heisst Bishnu, ein 14jähriges Mädchen ... und wohnt nicht nur in der nähe der ganz hohen berge, sondern ist von nun an auch eine art Schutzengel für mich, wenn ich wieder auf den bergen unterwegs sein werde, denn meine expeditionen sind dieser patenschaft gewidmet...

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