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"Meine" Miezen

Mohrchen & seine Gang - Fuerteventura

und es begab sich ...

...dass LG & ich nach fuerteventura fuhren... es sollte der erste HotelUrlaub werden, bei dem es am ende schwer fiel, wieder heim zu fahren. es ging schon gleich bei unserer ankunft los... irgendwie war das alles vorbestimmt, glaub ich. wir bekamen ein zimmer zugewiesen, wo noch einer drin wohnte als wir es betraten - wir hatten extra nach nem ruhigen zimmer gefragt - das hätte zu nem park nach aussen gelegen - und dieses nun lag zum innenhof direkt zum pool. und wir fragten uns, ob das wohl ruhig sein würde nachts... aber sind dann doch dort geblieben, weil wir uns dachten, dass es vom wetter her wohl nicht sehr einladend wäre, sich dort noch nachts draussen rumzutreiben.... es war in den ersten tagen sehr windig und relativ frisch. - dazu auch tw. stärker wolkig und gelegentlich gabs kleine regengüsse, denen aber dann sogleich wieder die sonne folgte...

nun und als wir die sache mit dem zimmer klärten, lief mit einem mal ne miez im flur rum. sie war so gefärbt wie angel und hatte auch eine gewisse ähnlichkeit mit ihr. klar, dass ich erstmal einchecken ruhen lassen musste, um mich mit der miezi bekannt zu machen... auf dem weg zurück zum empfang mit dem hotelangestellten fragte ich ihn bzgl der miez, ob die zum hotel gehören würde. er meinte "so halb" und er faselte was von hilfsorganisation.... naja, nun mussten wir ja erstmal n zimmer bekommen und ich wollte das später wieder aufgreifen. - das war der anfang eines miezenurlaubs.

bei unserem ersten rundgang entdeckten wir eine futterstelle für die miezen... und da wurde uns klar, dass die zum hotel gehörten und auch offiziell dort gefüttert wurden. über den beiden futterplätzen war so ein kleines zeltdach gespannt, um das futter vor dem wetter zu schützen. - das schöne war, wir sahen dort auf einen schlag sicher 5 oder 6 katzen. alle in scheinbar sehr gutem zustand - erst recht für südländische miezen - und dazu auch noch ausgesprochene schönheiten. schöne gesichter und tolles fell. - für mich war klar: morgen würde ich futter für die süssen kaufen...

der erste abend kam und ich sollte mohrchen kennenlernen... wir liefen nach dem essen durchs hotel und mit einemal sah ich eine pechschwarze miez unübersehbar im kontrast zum hellen marmorboden seelenruhig mitten durchs foyer laufen. -  ein fall für mich - keine frage. ich also hin... die miez hatte keinerlei scheu und liess sich streicheln... gab köpfchen und machte auch keinerlei anstalten, sich zu entfernen. das ging eine ganze zeit so... und ich konnte nicht mehr hocken und setzte mich also auf den boden. hotelpersonal lachte mir zu und einige gäste schauten ebenfalls interessiert und lächelten.. und dann kams::: wie ich da so hock kam mohrchen an meine seite und kletterte auf meinen schoss. - das fand ich derart ausserordentlich... ich kannte ihn zuvor gar nicht... und dann dieses vertrauen...

- er machte sichs auf mir gemütlich... und genoss es sichtlich gestreichelt und gekrault zu werden. - wie ich so da sass, kam ich in kontakt zu einer dame, die mohrchen auch kannte und mir von ihm erzählte. ich nahm mohrchen hoch, was auch kein problem für ihn war - und setzte mich nun auf einen sessel. er machte keinerlei anstalten weg zu wollen, sondern legte sich wieder brav auf meinen schoss und liess sichs weiter gut gehen... wechselte ab und zu mal seine lage, wollte auch mal unter meine jeansjacke gehen, was aber aufgrund seine grösse nicht ging. - ich erfuhr, dass die katzen abends öfter im hotel zu finden waren und das auch geduldet wurde. - sie wirkten in dieser umgebung wie kleine DekoStücke. eine miez hatte ihren schlafplatz wohl hinter der bühne, die es in einer der bars für die AnimationsAuftritte gab. - das war unser erster tag - und ich dachte: "wie schön::: ein urlaub mit miezen - wer hätte das gedacht?". wie sich das ganze auswachsen würde, konnte ich da noch nicht wissen.

am nächsten tag begaben wir uns also auf futtersuche... das fanden wir nach etwas suchen in einem supermarkt... feuchtfutter... so wie mans auch bei uns kennt... hab ich also ein paar dosen geholt und dann die süssen mal gefüttert.... uih! da kamen wieder andere miezen zur fütterung der raubtiere... am ende kamen wir beim durchzählen auf ca. 12 katzen... und - wie ich noch erfahren sollte - 4 kitten. - mit uns war eine andere damen bei den miezen zu besuch... und sie erzählte uns, dass "dahinten an der mauer beim oleander" eine mama mit 4 kitten wäre. - zunächst konnte ich sie nicht finden... und beschäftigte mich weiter mit den anderen miezen... eine war dabei, mit der man schön spielen konnte... eine dreifarbige mit schwarz, weiss und braun... eine glückskatze. wenn man mit einem zweig an einem strauch hochfuhr, jagte sie diesen zweig...

und später hab ich mich auf den boden gesetzt wie mit den miezen von kamille oder tanja beim wedelspiel und sie bekämpfte ein palmenblatt, das mir als wedelersatz diente... sie liess sich sehr schön zanken und wir hatten beide sichtbar unseren spass...

die miezen waren auch ganz unterschiedlich zutraulich... es waren zwei grautigerchen dabei, die sich nicht anfassen liessen. andere konnte man locken und sie liessen sich streicheln. - mohrchen hielt sich mit einem anderen kater vorzugsweise am garteneingang des hotels auf... und beide liefen auch schon mal ins hotel hinein... beide waren sehr zutraulich und mohrchen unvergleichlich... ein supersüsser kater. - derweil zeigte mir die dame, die mich auf den wurf hingewiesen hatte, wo die kleinen hausten. ich nahm mir etwas zeit und schliesslich liess sich die mama blicken.... sie war sehr zutraulich und ebenfalls ein supersüsses miezenviech... von der grösse her selbst eher noch ein kitten...

mittlerweile wusste ich auch, dass es auf der insel eine TierschutzOrganisation gibt, die es sich zum ziel gemacht hat, katzen zu kastrieren. die katzen auf der hotelanlage waren, bis auf die mama, alle kastriert. - deutlich erkennbar am abgeschnitten ohrzipfel. eine MarkierungsMethode, die mich zunächst auch schockierte, aber die bei näherem nachdenken doch ihren sinn hat, denn man erkennt überall auf der insel - wann immer man eine miez sieht - auf anhieb, ob sie kastriert ist oder nicht. - und was wäre die alternative? chippen? tätowieren? - dazu muss man der katze habhaft werden - und das ist bei einer wilden nicht so leicht. oder statt ohrzipfel abzuschneiden vielleicht lochen? - aber was, wenn sie dann hängen bleibt? dann kann sie sich evt das ohr abreissen. - also ist diese lösung mit dem abschneiden auf den ersten blick scheinbar brutal... aber wohl letztlich doch das beste... zumal diese markierung gleich unter narkose beim kastrieren mitgemacht wird.

nun, nachdem die mama gefressen hatte, blieb noch futter übrig, das sie zu verscharren begann, indem sie "dreck" über den napf warf - um das futter für die kitten zu tarnen... es vergingen wieder einige minuten, indem die miez bei mir blieb und sich streicheln liess und auch mit mir "sprach" - dann auf einmal ging sie ein stückchen weg die hecke entlang und rief ihre kitten... dazu miaute sie in ganz spezieller art und weise (dass katzen nur mit menschen miauen, stimmt also nicht)...

zunächst geschah nichts... doch nach ca. 5 minuten kam aus einem runden fensterloch im gemäuer ein schwarzes kitten (hinter der mauer befand sich eine art überirdischer kellerraum)... es folgte ein zweites... und schliesslich waren alle vier draussen... ich leerte ihnen eine grosse dose futter in den napf, den sie dann gemeinsam mit ihrer mama vertilgten... danach gabs noch ein bisschen show der kitten - thema: wie fange ich einen schmetterling?" - ich konnte ein schwarzes kitten auf der pirsch beim anschleichen beobachten - zu niedlich, wie´s da so geräuschlos durchs gras schlich - die beute fest im blick...

abends dann sass ich wieder mit mohrchen im aufenthaltsbereich vor der bar und kam in kontakt zu maria, eine aktive tierschützerin, die eine TierschutzVereinigung auf kos in griechenland gegründet hat und grad von einem 5wöchigen aufenthalt von dort zurück gekommen war und nun urlaub machen wollte. - sie hatte bei mohrchen ein geschwulst endeckt und da ich auch viele kleine wülste auf seiner haut entdeckt hatte, die vermutlich zeckenbisse waren, beschlossen wir, mit mohrchen mal zum örtlichen TA zu gehen. - das war der süsse mir auf jeden fall wert, denn er hatte mir schon jetzt soooviel gegeben...und ich wollte, dass so ein liebes katzerl möglichst lange leben soll... er ist wirklich eine werbung für die katzen im hotel - ein echtes DekoStück...

am nächsten morgen dann traf ich beim frühstück maria und sie meinte, sie hätte eine miez in der nähe der mutter entdeckt, die sehr krank wäre... sie würde speicheln und sähe sehr krank aus... und ob wir da nicht was unternehmen wollten. - klar, das war natürlich keine frage für mich, dass ich ner kranken miez gern helfen wollte... und so vereinbarten wir, dass wir zum TA gehen wollten, um dort ne transportbox zu holen...gesagt getan.... für 20 euro kaution konnten wir ne box leihen... und auf marias frage, ob ich mir zutraute, mohrchen oder diese kranke miez zum TA zu tragen, was etwa 20 min fussweg bedeutete, sagte ich ihr nur, dass ich da anderes gewöhnt wäre -hihi....so wie ich nicht wusste, dass ich mit ihr eine extreme tierschützerin vor mir hatte, konnte sie nicht wissen, dass ich eben halt auch ein bisschen extem bin... und dass jemand, der mit 30kg den cho oyu runterläuft, wohl 5kg katze 15 min lang zum TA tragen kann...


nun, nachdem wir die transportbox hatten (sie war in sehr schlechtem zustand und wir hatten sorge, ob man darin eine wilde miez fixieren konnte)... sah ich dann erstmals die kranke miez... wirklich sehr beklagenswert, ihr zustand... sie hatte lange sabberfäden von der schnauze runterhängen... und ihre augen sahen sehr krank aus... sie hockte im gebüsch an der mauer...wenig entfernt von der mutter mit ihren kitten. - was sie hatte, liess ich kaum sagen...es konnte alles sein... leukose... katzenschnupfen... vergiftung... aber auch zahnprobleme... vielleicht abgebissene zunge...oder was sonst. - schnell merkten wir, dass sie auf futter kaum reagierte... sie kam nur, wenn man eine dose futter frisch geäffnet hatte... sie reagierte auch auf das öffnen der dose... doch wenn man ihr dann futter hinlegte, kam sie kurz, schnupperte... aber sie konnte nichts fressen...zudem hatte sie auch durchfall... sie stank und ihr schwanz war völlig kotverklebt...armes miezilein...

unsere versuche, sie zu fangen blieben bis zu unserer abreise ohne erfolg...sie kam uns zwar nahe - bis auf 10cm... aber wenn wir dann auf sie zugingen... wich sie aus... wir konnten sie nicht fassen...und das wäre nötig gewesen, um sie in die box zu bekommen. - einmal hatte ich in meiner unerfahrenheit eine fehlzugriff.. fasste zu, aber sie entwich mir... dabei war sie sehr schnell... also nicht so geschwächt wie wir dachten... ich konnte sie lediglich berühren... aber nicht fixieren.... die miezenmama, die auch zugegen war, jagte die arme dann noch weiter weg... die mama war überhaupt immer sehr aufmerksam, wenn sie merkte, dass wir aktiv wurden...
                        
einmal hatte sie am pool so schön bei mir auf m schoss gesonnt - bis maria dann mit der katzenfalle kam, die wir inszwischen gliehen hatten... da merkte die mama sofort, was sache war...und wollte weg von mir zu ihren kitten. - aber ich musste sie halten, weil sie sonst die kranke miez vertrieben hätte.. und wie die kleine da so von mir weg wollte... das war schon sehr berührend... sie miaute in einem fort mit mir... allerdings ging sie auch nicht mit letzer konsequenz gegen mich vor (eine katze, die wirklich weg will, hält man nicht)... sie biss nicht und kratzte auch nicht.. aber wand sich immer mal wieder jammernd aus meiner fixierung... vermutlich hat sie verstanden, dass wir die sache kontrollieren konnten... ihre kitten waren ja in sicherheit... und die kranke miez nicht in nähe ihrer kitten...


folgend versuchten wir es zwei tage lang mit der katzenfalle... maria und ich wechselten uns mit der überwachung der falle ab...alle halbe stunde ging einer von uns bis mitternacht zur falle, um zu schauen, ob die kranke miez drin wäre. - um das risiko zu minimierenk, dass die mama oder eins ihrer kitten in die falle gingen, fütterten wir diese zuvor... und die anderen miezen der anlage haben wir in diesem bereich nie gesehen...

irgendwann war ich dann mal mit LG bei der kranken miez... und wir konnten beobachten, wie sie frass... das war wie ein wunder für uns... und die nächste erfahrung war, dass sie sich durchaus auch von der hecke entfernte... sie war noch kräftiger als wir gedacht hatten... und maria hatte sie einmal tief schlafend mitten auf dem weg vor dem gebüsch vorgefunden... als sie dann aber mit ihrer freundin und der falle zurück kam, war die miez schon wieder wach...


mittlerweile näherte sich unsere aufenthalt schon dem ende... donnerstags kam eine mitarbeiterin des tierschutzvereins... aber auch sie hatte keine anderen ideen, wie man der miez habhaft werden konnte. - wenn man sie finge, konnte sie  - je nach krankheit - vielleicht innerhalb kürzester zeit wieder gesund werden... wenn nicht, würde sie hier sterben... verhungern.... verdursten. - zwischenzeitlich machten wir uns auch sorgen um die mama, die wir auch schon mit der kranken miez zusammen gesehen hatten. - wenn die kranke ansteckend war - was uns wahrscheinlich erschien - dann musste die mama und auch ihre kitten sich angesteckt haben... und wir überlegten, ob es nicht das beste wäre, mama und kitten zu fangen und im tierheim in quarantäne zu bringen.... aber die tierschützerin meinte entgegen der zusage ihres chefs, dass für die mama mit den kitten derzeit kein platz im tierheim wäre (was ich verstehen kann, da dort mittlerweile 250 katzen bei einer familie auf privatinitiative auf deren grundstück untergebracht sind)... so blieb nur die hoffnung, dass sich die family nicht ansteckte...

donnerstags dann der nächste schreck::: ein kitten war in ein loch gefallen aus dem es sich nicht mehr befreien konnte... und das zu tief war, als dass die mama eine chance gehabt hätte, das kleine dort zu befreien... LG und ich ham dann alles dran gesetzt, es zu befreien. es hatte da sicher schon 2 tage drin gesessen... denn ich hatte am vorabend beim füttern irgendwie den eindruck gehabt dass eins fehlte, war mir dann aber doch nicht sicher, weil ja auch sonst nicht immer alle gleichzeitig da waren... und es war ja schon dämmrig und duster in dem abstellraum, wo ich sie gefüttert hatte... da konnts leicht sein, dass mal ein kitten hinter irgend nem gerümpel verschwand und dafür n anderes rauskam...
         
drei hatten ja n sehr dunkles fell und waren in der dunkelheit kaum zu unterscheiden. - das kitten sprang nach kräften an den blanken MetallWänden des lochs hoch und kämpfte sichtlich um sein leben, als es erstmal merkte, dass da jemand war, der ihm helfen wollte... und als ich es endlich befreit hatte, sah ich aus wie sau... hatte meine jeansjacke auf n haufen mit bauschutt aus staub und fliesenbruch abgelegt... dachte, das bisschen staub klopf ich nachher wieder raus... hatte aber ne stelle mit sehr flüssigem lehm übersehen, wo hinein ich meine jacke genau gelegt hatte... naja, ich sah wohl eher aus wie ein bauarbeiter als ein hotelgast in einer doch recht feinen anlage mit zum teil vornehmen älteren herrschaften -hahaha... in der anlage nannten sie mich den "katzenmann" und ich wurde gefragt, warum ich all "das" machte... ob ich vom tierschutz wäre - aber nein, ich war nur in urlaub und liebe halt katzen SEHR (und sie mich wohl auch)...

nach zwei tagen gaben wir dann die katzenfalle auf... die kranke miez hatte einfach kein interesse an futter... und damit auch keinen anlass in die falle zu tappen... mglw. kannte sie diese auch schon von ihrer kastration her... also brachte ich die falle wieder zum TA zurück... auf dem rückweg ging ich dann wieder futter kaufen... ganz schön schwer, solche KatzenFutterDosen... - nachdem nun die falle weg war, wurde die kranke miez - LG sprach von lazarus - etwas lockerer und wir sahen sie auch mal wieder ausserhalb des gebüschs... man merkte auch deutlich, dass sie z. b. zu maria mehr vertrauen hatte als zu einem fremden... als sie mal auf der wiese stand und ein fremder an ihr vorbei ging, wich sie zurück und wär um ein haar abgehauen... während sie stehen blieb, als maria an ihr vorbei ging. - unsere etzigen versuche der miez habhaft zu werden beschränkten sich nur noch darauf, sie im schlaf zu überraschen und dann in die gitterbox zu stecken, die uns die tierschützerin dagelassen hatte. das organisierten wir so, dass wir immer zu zweit zur miez gingen, wobei einer im hintergrund mit der box stand und der andere schaute, obs ne chance gäbe, die miez zu fangen... aber bis zu unserer abreise bot sich diese chance leider nicht... der letzte stand war, dass maria kurz vor ihrer abreise, eine woche später,  zusammen mit der tierschützerin versuchen wollte, die miez mit nem netz zu fangen...


an unserem letzten tag gingen wir dann mit mohrchen zum TA... er sollte einem check-up unterzogen werden... es war völlig easy, ihn in die transportbox zu setzen... anfangs zeterte er dann ein bisschen, als er merkte, dass wir das hotel verliessen... das gefiel ihm gar nicht... aber er beruhigte sich dann zunehmend.. und beim TA war er wirklich sehr relaxt... liess alles brav über sich ergehen... wurde abgetastet...seine öhrchen gereinigt... er bekam ne MilbenProphylaxe ... man hätte noch blut abnehmen lassen können, aber es wär ja eh keiner dagewesen, der das weiter verfolgt hätte, wenn wir wieder weg gewesen wären... das geld konnten wir uns also sparen... stattdessen nahmen wir noch EntwurmungsPaste für die kitten mit.. und für die mama ne EntwurmungsPille... nachdem mohrchens behandlung beendet war, war er schon gleich wieder relaxt und machte es sich auf dem untersuchungstisch gemütlich, schlug die pfötchen vorn unter die brust und schloss die augen und liess sich von mir streicheln...

die TÄ war noch sehr jung und wirkte - ganz im gegensatz zu ihrer forschen TAhelferin - eher unsicher... maria war nicht sehr überzeugt von ihr - und ich auch nicht wirklich... auf die rechnung bekamen wir angeblich jede menge nachlass, weil mohrchen ja nicht unsere eigene, sondern eine wilde katze war... aber sie fiel immer noch derart hoch aus, dass maria sehr ärgerlich darüber war... in österreich hätte das alles weniger als die hälfte gekostet. - naja, ich will nichts böses unterstellen, aber es gibt natürlich schon ne menge TAs, die weniger die tiefe liebe zum tier haben, denn die liebe zum leichtverdienten geld... oder wie ist es zu erklären, dass ein griechischer TA auf kos bei der massenkastration von wilden katzen keinerlei nachlass gewährt und sich jede noch so kleine leistung voll bezahlen lässt? könnte es sein, dass so jemand da eine goldader für sich entdeckt hat - mit dem leiden von tieren? - aber "gut" - das ist ein anderes thema...

nachdem wir mohrchen wieder gut zurück gebracht hatten, gings mit unserem urlaub steil bergab... schon vorher hatte ich noch 20 dosen katzenfutter für maria geholt, die sie den miezen in der kommenden woche an meiner stelle geben sollte... und nun hiess es abschied nehmen von den miezen... der MiezenMama trichterten wir gemeinsam die EntwurmungsPille ein... das war gar nicht so einfach... und brauchte zwei versuche... sie war ja noch so klein und hatte nur ein so kleines mäulchen... und sie wehrte sich natürlich nach kräften... aber böse war sie uns nicht.. sie war nach der aktion gleich wieder so zutraulich wie zuvor.. sie wusste wohl, dass wir ihr nichts böses wollten... ebenso wie auch mohrchen, nachdem er wieder aus dem käfig kam, nicht weglief, sondern gleich bei uns blieb und ein paar leckerchen, die er sich nun verdient hatte, genüsslich vernaschte ... und sich - wie immer - streicheln liess. - nun, ein letzter blick auf die kitten... die mama noch mal streicheln... das war der abschied... dann noch hin zu den anderen miezen... füttern... und später trafen wir auch lazarus noch mal am pool, wo er keine 20 cm von uns entfernt unter einer liege hockte... so nah und doch so fern - für uns nicht zu fangen jedenfalls...


nun, klar haben wir auch noch was anderes gemacht als nur MiezenUrlaub... sind zweimal gewandert... haben uns auch mal jandia angesehen... haben uns auch mal in die sonne gesetzt und n kaffee getrunken... aber die miezen waren ganz klar die hauptdarsteller dieses urlaubs. - besonders mohrchen, der wirklich einmalig ist ...und die MiezenMama, die so schweinesüss war, und sich so rührend um ihre kitten gekümmert hat... so zutraulich und kommunikativ zu mir war...
...werd ich nie vergessen...

nun kennt ihr also auch die geschichte meines ersten MiezenUrlaubs... was es nicht alles gibt...

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