Air2Breeze
MiniBounty & ihre Freunde - Mexiko
Mini-Bounty - such a sweetie - "just" an animal - heartbreaking sweet. and fighting for its everdays survival. so skinny - maybe already sick. why is there no lobby for animal? - why are they classified as things? - why dont they have a lobby? - why is there nobody to help it? why are humans so cruel?
und es begab sich ... dass LG & ich nach mexiko fuhren... ins land der inkas und atzteken...erneut in erwartung, ob - und wenn - welche miezen ich dort treffen würde...
auf der rundfahrt sahen wir leider keine miezen, die sich meiner kamera gestellt hätten... - erst am ende der reise im letzten hotel vor unserer abreise, wo wir noch die letzten tage für einen kleinen strandurlaub verbrachten, gab es dann doch noch die lang ersehnten katzen.
es gab zwar leider keine projekte derart, wie ich sie nun von den kanarischen inseln her kenne, aber immerhin waren die katzen im hotel geduldet und wurden auch nicht verjagt. - je nachdem wo man sie antraf, wirkten sie regelrecht wie dekostücke - zb edel auf einem marmorgang sitzend, wie es nur eine katze kann...
in ärmeren ländern wird tierschutz ganz sicher noch kleiner geschrieben als in den reicheren ländern westeuropas. tiere zählen in armen ländern nichts. sie haben keine lobby, weil die menschen mit sich selbst genug zu tun haben. die katzen auf der hotelanlage waren da sicher vergleichsweise gut dran. zwar wurden sie sicher nicht artgerecht verpflegt. aber eine halbwilde streunende katze ernährt sich von allem was sie finden kann, wenn sie hunger leidet. und die miezen hier im hotel fanden zum einen ganz sicher hotelabfälle... aber wurden von den hotelgästen auch gefüttert... so zb von mir...
klar stellte sich mir die gewissenfrage, dass es sicher nicht gut ist, eine katze "vom tisch" mit für den menschen bestimmten lebensmitteln zu füttern. - andererseits war es aber so, dass es hier nun mal keine artgerechte ernährung gab - es sei denn erlegte beute wie mäuse, die aber mglw nicht ausreichend vorhanden waren bei sovielen katzen auf dem gelände. und der hunger, den die tiere zeigten sprach für sich - ebenso ihr aussehen. überfüttert sah da keine aus. ganz im gegenteil...
ein anderer trauriger punkt war natürlich der gesundheitszustand der miezen. in einem land mit viel armut, wo die menschen genug damit zu tun haben, sich um sich selbst zu kümmern interessiert es keinen, ob von den 20 katzen am nächsten tag vielleicht eine fehlt, weil sie an krankheit gestorben ist... und eben keiner mit ihr zum tierarzt gegangen ist. von dem geld, was ein TA-besuch kostet, kann eine familie sicher eine woche gut leben. - tierschutz und tierhilfe sind also auch gewissermassen luxus...
umso schlimmer, wenn es auch in den reichen ländern dieser erde soviel not von tieren gibt. dann weniger aus mangel an geld, sondern aus mangel an sensibilität und aus egoismus - was letztlich noch schlimmer ist - aber dem einzelnen tier, was dahin siechen muss, gleich sein kann. ebenso wie es demjenigen, dem geholfen wird, egal ist, warum gerade ihm geholfen wird - was für ihn zählt ist, dass ihm geholfen wird...
unter den zahlreichen miezen gab es natürlich auch einige, die der einen oder anderen miez von kamille ähnlich sah... wie zb bounty, die ja tragischerweise auch noch gerade während unseres urlaubs verstorben war. bounty war die bis dahin kleinste und zierlichste ausgewachsene miez gewesen, die ich je kennen gelernt hatte. sie war so süss und ein echtes goldstück. ihr tod war tragisch für uns, da sie in ihrem kurzen leben solche höhen und tiefen mitgemacht hatte. - und auf der hotelanlage gab es gleich zwei miezen, die ihr sehr ähnlich sahen. beide auch schwarz-weiss und beide auch sehr zierlich - die eine noch kleiner, was ihr den namen MiniBounty eintrug...
ich sah es während meines aufenthaltes als meine aufgabe an, den miezen was gutes zu tun, so gut ich eben konnte. und da das hotel "ab vom schuss" lag, gab es keine möglichkeit, artgerechtes katzenfutter zu kaufen. und so versuchte ich hinter den rücken der zahlreich vertretenen bediensteten soviel fleisch wie möglich für die miezen an die seite zu schaffen. - es kam auch vor, dass mal eine gleich unterm tisch sass und drauf wartete, dass mal das eine oder andere stück fleisch für sie vom tisch runter fallen würde. - und das tat es in meinem fall...
"bounty" sass einmal beim abendessen unterm tisch und ich fütterte sie mit fleisch. dabei war es mir unbegreiflich, wie soviel fleisch in diese kleine katze reingehen sollte. sie war unersättlich. und es schien ihr bestens zu schmecken. dabei konnte ich nicht mehr tun, als die gewürzte haut vom fleisch abzuziehen und es ihr dann zu geben. wie gut oder artgerecht das gewesen sein mag, darüber mag ich gar nicht nachdenken. aber wen der hunger plagt, der fragt nicht lange. das ist bei hungernden menschen in den ärmsten gegenden unserer erde auch nicht anders. - und sicher ist hunger und seine folgen - einhergehend mit schlechter ernährung ein lebensverkürzender aspekt unseres - und sicher auch der tiere leben. aber gar nicht zu essen und zu warten bis artgerechtes fressen vom himmel fiele würde bedeuten, auf die einem in den mund fallenden brathähnchen im schlaraffenland zu warten. - aber SO funktioniert überleben nicht...
die zweite methode neben der des fütterns am tisch ist natürlich die, fleisch vom tisch mitzunehmen, um es dann ausserhalb des speisebereichs zu verfüttern. auch das natürlich spannend, wenn der speisesaal nicht so voll ist... und man sich wie auf dem präsentierteller fühlt. und natürlich ist es nicht gern gesehen, essen mitzunehmen, um es dann an tiere zu verfüttern.
neben den miezen direkt in der hotelanlage, gab es weitere ein bisschen ausserhalb. der ganze komplex bestand aus mehereren hotels und es gab ein angeschlossenes kleines einkaufszentrum für souvenirs und andere dinge wir zb schmuck. - dort befanden sich ebenfalls katzen... und als wir dorthin kamen, schauten uns wieder etliche hungrige mäuler an. wie gerne hätte ich ein paar dosen katzenfutter gekauft. aber es gab hier nichts derartiges zu kaufen...
...und ich wusste auch, dass derartige hilfe hier ein tropfen auf den heissen stein bedeutet hätte. innerhalb der nächsten zwei oder drei tage würden wir abreisen und es würde wieder alles beim alten sein...
das einzige, was mir einfiel, an fleisch zu kommen, war, in einer snackbar chicken-nuggets zu bestellen. und diese dann von der pannade zu befreien und den miezen das fleisch zu geben. das nahmen sie dankbar an. und waren sichtlich ausgehungert. sicher auch wieder nur ein tropfen auf den heissen stein... aber was konnte man anderes tun?
insbesondere mini-bounty hatte es mir angetan... ein miezilein, die mein herz berühren konnte. das kennt jeder tierfreund. seelische verbindungen zu tierischen lieblingen. sie war so mager... mglw. auch krank. und gerade solche tiere brauchen dann einen starken freund... - aber eine miez aus mexico mitzunehmen wäre wohl ziemlich schwierig. und würde wohl nur funktionieren, wenn man dort eine verbindungsperson hätte, die alles vorbereiten würde, und dann ein flugpate vielleicht das tier überführen würde. - der weg ist wohl eher, im heimatland die lobby für die tiere zu stärken. aber wie soll das funktionieren, solange die menschen in armen ländern selbst ums überleben kämpfen? da bleiben dann die hilflosesten auf der strecke - und dazu gehören immer auch die tiere...
... so, etz kennt ihr auch mal ein paar miezen aus mexico - und wie das da so war... noch fragen???